Die Straßenbahn als zentrales Element der Stadtgestaltung

Anders als im deutschsprachigen Raum sind es vor allem städtebauliche Gründe, die in Frankreich die Neuanlage von Straßenbahnen fördern: Untrennbar mit der Schaffung neuer Straßenbahnlinien verbunden ist die Idee, die Umweltsituation zu verbessern. Auf Grundlage eines "Gesetzes zur Luftreinhaltung" sind alle größeren Städte dazu verpflichtet, Verkehrsentwicklungspläne mit dem Ziel der Reduktion des Autoverkehrs zu entwickeln. Zentrale Elemente sind:

- Der Wille, den Autoverkehr im Stadtbereich nachhaltig zu reduzieren.
- Den Stadtraum für den nicht motorisierten Verkehr zu attraktivieren.
- Die lokale Umweltsituation zu verbessern.




"Die Straßenbahn hat uns einen Park gebracht!"

Das ist eine oft gehörte Aussage der Bürger französischer Städte. Zentraler Punkt der dortigen Stadtumbauten ist die Begrünung des öffentlichen Raums. Rasengleis wurde zum zentralen Sympathieträger der neuen Verkehrssysteme. Es ist nicht nur schön, sondern ein wichtiges Element im lokalen Klima der Stadt (oft auch als Mikroklima bezeichnet).

Die sorgfältige Durchgestaltung des Gesamtsystems - von der Pflasterung und Begrünung bis hin zu den Haltestellen und Fahrzeugen - führen zu hoher Identifikation der Bevölkerung mit dem neuen Verkehrsmittel.

Aber nicht nur in Frankreich - in ganz Europa begleitet viel Grün die neuen Tramstrecken. Warum ausgerechnet Wien darauf verzichtet ist angesichts des Erfolges nicht verständlich.







Die Präsentation meines Vortrags vom 24.2.2016 zum durchklicken

Best of: die schönsten Bilder der französischen Tramways

Buchtipp: "Die Zukunft der Städte"

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